Leserbriefe

 

 

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 7. August 2008 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und der Autorin Verena Aeberhard-Wiedmer, Bern, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

<<Mordsknallraketen>> Feuerwerk zum 1. August sei ein rücksichtsloser Zeitvertrieb

Einst freute man sich einfach an Höhenfeuern und ganz wenig gezielten bunten Feuerwerken, privaten <<Zuckerstöcken>> und <<Sonnen>>. Ausnahmsweise liess ein Kind einen sogenannten <<Frauenfurz>> los, ein leicht knallendes, hüpfendes Ding, das schon für gewissen Aerger sorgte. Am Tag darauf war wieder alles in Ordnung.

Und heute: <<Gott sei Dank ist das unangenehme Geknalle vorbei und man hat wieder seine Ruhe.>> Doch dem ist leider nicht so: Eine graue Rauchwolke liegt über der Gegend, und anfällige Menschen klagen über Hustenanfälle und schmerzende Augen. Der Grenzwert des Feinstaubs wird überschritten, ausgelöst vom übermässigen Feuerwerk. Der Regen kann ihn wegwaschen, in den Boden hinein. Da soll man dann noch biologisch anbauen können!

Wie rücksichtslos ist doch die heutige Gesellschaft geworden, dass sie nur an ihr – unverständliches – Vergnügen denkt und keinen Moment an die Leidenden Zuhause und in den Spitälern. Noch weniger an die Tiere überall Zuhause und in Wald und Feld.

Heutzutage sollten da wirklich Verbote ins Gesetz eingeführt werden, dass solches sich dann an Silvester nicht wiederholt! Vor allem das Zünden dieser Mordsknallraketen, das an eine Bombardierung im Krieg erinnert, hat wirklich nichts mit der 1.-August-Feier zu tun.

Beim heutigen Stand der Erfindung, wo alles versucht wird, den Klimawandel zu stoppen, wo man für alles etwas Positives zu machen anstrebt, sollte es doch möglich sein, auch Feuerwerk ohne Smog und Krach zu erfinden. Oder ist das unmöglich? Dann sollte man es lieber grad sein lassen.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde von Herrn Robert Persic, Kanton-Basellandschaft, als Antwort auf den in der "NZZ am Sonntag" vom 30.12.2007 erschienenen Artikel "Hauptsache, es knallt", verfasst und uns zugeschickt.

 

Der Verfasser dieses Artikels (s. oben/der Artikel kann im Archiv der NZZ abgerufen werden) zählt zu Beginn diverse Nachteile von Feuerwerk auf (wie Umweltverschmutzung, Lärm, Geldverschleuderung und Verarmung der dritten Welt), um anschliessend Werbung für Feuerwerk zu machen. Hervorgehoben wird das ästhetische Interesse sowie die Faszination am Himmel. Damit nicht genug, das Feuerwerk wird als Triumph der Menschheit über den Weltuntergang betrachtet und es werden sogar Tipps beschrieben, wie die Sprengwirkung noch verbessert werden kann! Zuguterletzt wird noch der Sinn von Silvester hinterfragt.

 

Die Erwähnung der Potenzierung der Sprengkraft erachte ich als völlig fehl am Platz. Da wir Menschen von den Affen abstammen und daher alles nachahmen müssen, kann man sich die Folgen ja bestens denken. Dieser Zusatz ist völlig verantwortungslos!

 

Feuerwerk ist in der Tat ein Spektakel; reicht es jedoch nicht aus, dass mittlerweile an diversen Orten Feuerwerke organisiert werden (u.a. Basel und Zürich)? Muss zusätzlich noch jeder selber sein privates Feuerwerk zünden? Dies ist nicht nur gefährlich, sondern auch lästig. Diverse Leute zünden ihre Feuerwerke bis tief in die Nacht.

 

In Zeiten von globaler Erderwärmung, defekter Ozonschicht und Feinstaubalarm, erachte ich Feuerwerk als fehl am Platz, v.a. private Feuerwerke. Wo bitte schön hat die Menschheit da über den Weltuntergang triumphiert, wenn wir unsere Umwelt so in Mitleidenschaft ziehen?

 

Da Silvesterfeuerwerk nun mehr und mehr auch in der Schweiz Mode wird, sollte man die Aktion "Brot statt Böller" auch hierzulande initiieren. Es ist eine Schande, dass im 21. Jahrhundert noch Menschen verhungern, während andere das Geld verpulvern!

 

Für den Autor noch eine männliche Meinung zum Sinn von Silvester: Vorsatz für nächstes Jahr: kein privates Feuerwerk zur Party mitbringen, das Geld einer humanitären Organisation spenden und darüber einen Bericht verfassen und diesen Silvester 2008 publizieren.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 29. Dezember 2007 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und der Autorin Frau Susanne von Dach, Liebefeld, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Wenn nebst Korken die Petarden knallen. Oben Sonne - unten Feinstaub

Seit Tagen ist die Feinstaubbelastung viel zu hoch. Als lungenkranke Frau gehöre ich zu jenen, die diese Auswirkungen als Erste spüren, und es wird wegen der Silvesterfeuerwerkerei noch schlimmer werden. Der geringste Anstieg der PM10-Konzentration in der Atemluft führt zu Atemwegssymptomen und löst Bronchitisschübe aus, Asthma, Herz-Arrhythmien; es muss ein Arzt oder die Notfallstation aufgesucht werden, Lungenentzündungen, Asthmaanfälle, Herzinfarkte bedingen eine Spitaleinweisung, einige Erkrankungen führen zum Tod. 

 

Wie sieht die Situation aus, wenn die Feinstaubwerte – wie in der Nacht vom 1. auf den 2. August 2007 – auf extreme Werte ansteigen, zum Beispiel in Bern auf 422 oder in Solothurn auf 576 Mikrogramm? 

 

Ich begrüsse die Pläne zur Reduktion der Feinstaubbelastung. Aber sie werden zur Farce, solange Feuerwerke stattfinden dürfen. Das Umweltbundesamt von Deutschland informiert in seinem Schreiben "Zum Jahreswechsel: Wenn die Luft zum Schneiden ist" (http://www.umweltbundesamt.de/luft/schadstoffe/downloads/silvester_pm10.pdf) über gesundheitliche Schäden wegen der kurzfristig extremen Feinstaubemission; und bittet, das Feuerwerk einzuschränken oder darauf zu verzichten.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 30. Dezember 2006 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und der Autorin Frau Susanne von Dach, Liebefeld, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Augenmerk aufs Feuerwerk

Viel zu lange hat man im Zusammenhang mit Feuerwerk nur von Verbrennungs- und Explosionsschäden sowie Augen- und Ohrenschäden gesprochen. Oder bestenfalls noch von den Leiden der Tiere, von der Kinderarbeit bei der Herstellung und von mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in Feuerwerksfabriken. Heute weiss man, dass die wirkliche Feuerwerksproblematik ganz woanders liegt: Feuerwerk ist hauptsächlich ein Feinstaubproblem.

 

Sicher, es gibt grössere Feinstaubquellen als Feuerwerk; doch es gibt keine Feinstaubquelle, die wie Feuerwerk binnen kürzester Zeit eine Feinstaubbelastung erwirkt, die den Feinstaubgrenzwert um das Achtfache und mehr überschreitet! Bereits ein Anstieg der Feinstaub-Konzentration in der Atemluft um zehn Mikrogramm pro Kubikmeter führt zu Atemwegssymptomen (Husten, Auswurf, Atemnot), Auslösen von Schüben von Bronchitis, Asthma, Herz-Arrhythmien und anderen Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen.

 

Zudem wird beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern explosionsartig eine Mischung an chemischen Stoffen freigesetzt. Dabei laufen zwischen den vermengten Stoffen chemische Reaktionen ab, woraus sich eine Vielzahl neuer Substanzen unbekannter Zusammensetzung und Giftigkeit bilden.

 

Feinstaub macht keineswegs an Stadt- oder Landesgrenzen Halt; er kann sich über Hunderte Kilometer fortbewegen und bleibt längere Zeit, manchmal Tage, in der Luft. Feinstaub kommt durch jede Ritze. So lange unsere Häuser nicht luftdicht sind, reicht für gesundheitlich Schwerstbetroffene der Aufenthalt hinter geschlossenen Türen und Fenstern als Schutz vor Feuerwerksemissionen oft nicht. Und ob Feuerwerk "richtig" oder "falsch" abgebrannt wird, von Laien oder von speziell dazu Ausgebildeten als Grossfeuerwerk: die Emissionen bleiben letztendlich dieselben.

 

Der Effekt von Feuerwerk dauert Sekunden, die durch die Emissionen bewirkte Luftbelastung mehrere Tage und die Schwermetallablagerungen in Böden und Gewässern oft Jahrzehnte. Lässt sich eine Feinstauberhöhung durch das Abbrennen von Feuerwerk zu Vergnügungszwecken überhaupt noch rechtfertigen? Pläne zur Reduktion von Feinstaub ohne Einbezug von Feuerwerk sind eine Farce. 

 

 

 

 

 

 

Den folgenden Leserbrief schickte Frau Beatrice C. Macho, Elgg, am 20. August 2006 an stop-fireworks.org. 

 

Gedanken zum 1. August und zum Luft verschmutzenden Feuerwerkskommerz

Der 1. August 2006 war anders als die Jahre zuvor. Vorgängig war der Juli viel zu heiss und zu trocken. Seit Messbeginn war der Juli 2006 der heisseste überhaupt. Einige Kantone beschlossen deshalb ein Feuer- und Feuerwerksverbot, da das Risiko von Wald- und Flurbrandgefahren enorm gross war (http://news.search.ch/inland/2006-07-28/feuerwerk-verbot-in-der-halben-schweiz). Ein Funke hätte genügt, um zu schweren Brandschäden zu führen.

 

Das mehr als berechtigte Feuerwerksverbot, das insbesondere der Kanton Zürich rigoros durchsetzte, brachte die Feuerwerkslobby in grosse Aufruhr. In der Folge ging ein Gestöhne über Verlustgeschäfte, ausgehend von den Herstellern und Verkäufern dieser pyromanischen Produkte, durch die Schweiz, welches gewisse Schweizer Medien zum grossen "Weltproblem" aufbauschten, gerade so, als wäre jetzt die Feuerwerkslobby durch eine schwere und unheilbare Krankheit mit dem Leben bedroht. Besonders negativ hervorgetan haben sich hierbei Sendebeiträge von SF-DRS "Schweiz aktuell".

 

Eine löbliche Ausnahme von diesem dämlichen Gejammer war der "Tages Anzeiger", den dieses kindische Gestöhne, laut entsprechenden Formulierungen, ganz offensichtlich auch nervte. Der TA brachte zu dieser Sache erfreulich objektive Beiträge.

 

Feuerwerke/Knallkörper verursachen grosse Luftverschmutzungen und erinnern durch den Lärm und die Knallereien in erster Linie an Kriegsgebiete und nicht an sinn-, stil- und würdevolle Feierlichkeiten. Jährlich werden unzählige Menschen durch Feuerwerkskörper verletzt, verstümmelt und getötet und es entstehen Brandschäden in Millionenhöhe. Dazu kommt das Erschrecken von Tieren (http://www.tierklinik.de/ratgeber.00129). Viele Hundebesitzer/innen verrreisen mit ihren Vierbeinern an diesem Tag ins nahe Ausland.

 

Zur Luftverschmutzung hier ein Textauszug aus folgender Webdatei http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0005/index.htm:

 

Farbenpracht durch Schwermetalle und PVC

 

Rot, grün, blau, gelb – es gibt keine Farbe, die bei einem Feuerwerk fehlt. Wie kommen aber die prachtvollen Farben, mit denen Feuerwerkskörper abbrennen, zu Stande? Metallionen werden bei grosser Hitze, etwa in einer offenen Flamme, zum Leuchten angeregt (die so genannte Flammenionisation). Je nach Metallsalz – man verwendet meist die Nitrate als gleichzeitigen Sauerstoffspender – beobachtet man eine charakteristische Farbe: Strontiumnitrat leuchtet rot, Bariumnitrat grün, Bariumnitrat/Schwefel gelb und Kupferhydroxid/Schwefel blau. Trotz der Brillanz der Farben ist die Verwendung von Metallen, insbesondere der sehr giftigen Barium- und Strontiumsalze, aus ökologischen Gründen sehr bedenklich. Fallen in einem Chemielabor solche Salze als Abfall an, müssen sie als Sondermüll separat gesammelt (Schwermetallabfälle) und fachgerecht entsorgt werden.

 

Zur Farbverstärkung, insbesondere bei den Farben rot und blau, wird zusätzlich noch Polyvinylchlorid (PVC) dem Feuerwerkskörper zugesetzt. Nicht erst seit dem Flughafenbrand in Düsseldorf ist bekannt, dass bei der Verbrennung von PVC giftige Gase und Säuren und, besonders in Gegenwart von Metallsalzen, Dioxine freigesetzt werden.

 

Soweit der Textauszug:

 

Am 1. August sowie zu Silvester wird die Luftreinhalteverordnung mit dem Einverständnis der Umweltbehörden total ausser Kraft gesetzt, denn Grenzwerte von Luftschadstoffen werden massiv überschritten und die Atemluft der ganzen Schweiz stinkt penetrant nach Schwefel und sonstigem Schadstoffcocktail. Durch Feuerwerke wird auch bodennahes Ozon produziert, welches in den Sommermonaten schon lange als enormer Problemstoff die Atemluft belastet, sowie auch Kohlendioxid (CO2), welches zur Klimaerwärmung beiträgt.

 

Dies alles darf mit Wissen der zuständigen Behörden geschehen, die solches Treiben primär im Namen des Kommerzes und sekundär wohl zur Förderung eines geistig niedrig stehenden Volksvergnügens erlaubt und unterstützt. Dass die Behörden nichts Besseres wissen als solches zuzulassen, lässt auch auf deren Geisteszustand (Bezugslosigkeit zur Atemluft etc.), und/oder auf Verfilzungen mit entsprechenden Kommerz-Lobbys schliessen.

 

In Anbetracht der durch Feuerwerke verursachten gesundheitsschädlichen Luftverschmutzungen/Schäden sollte dieser neandertalerhafte Feuerwerks-Klamauk schon längst ganzjährig verboten werden.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 2. August 2006 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und der Autorin Frau Marianne Zurlinden, Langenthal, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

1.-August-Feiern: Es geht auch ohne Knallerei

So-o-oh, diesen 1. August hätten wir wieder einmal hinter uns! Wie war das früher einmal, ohne Feuerwerk, nur um ein stilles Feuer? Kann mir ein Historiker sagen, wann diese Fêterei (auch bei anderer Gelegenheit) mit Raketenzauber angefangen hat? Es ist zu einer Massenpsychose geworden, dieses Ah und Oh! Egal, welche Qualität und Quantität – vom Zuckerstock bis zu den Knallbomben und den bunten Bouquets – ich vermag mich nicht daran zu freuen. Für mich ist es ein Horrorzauber, wie für die Tiere. Wo sind die Statistiker, die das "verchlöpfte" Geld in der Luft erfassen? Apropos Luft: Wie steht es mit dem Ozongehalt, mit der CO2-Belastung durch Feuerwerk? Es regiert das Geld.

Nein, wir können diese Untugend nicht rückgängig machen, auch nicht mit Verboten und Gesetzen. Aber wir müssen uns bewusst werden, was wir uns antun. Nachdenken, bitte!

 

 

 

 

 

 

Den folgenden Leserbrief schickte Herr Renato Ciaranfi, Bern, am 4. Mai 2006 an stop-fireworks.org. 

 

Ins Ausland wegen Feuerwerk

auch ich verreise jedes Jahr ins grenznahe ausland, wenn sich der 1. august ankündigt. letztes jahr habe ich die hotelrechnung dem bundesamt für polizei zur rückerstattung geschickt, dieses ist nämlich zuständig für die knallerei. ich empfehle allen lärmgeplagten dies ebenfalls so zu handhaben, vielleicht bringt dies die politik zum umdenken...

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 28. März 2006 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autors Herrn Christian Santschi, Ostermundigen, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

1. August künftig ohne Lichtschiffchen

Vor einigen Jahren fuhren meine Frau und ich ins Marzili, um uns an den Lichtern auf der Aare zu erfreuen und in der Hoffnung, so den 1.-August-Abend besinnlicher zu erleben als im "Geklepf" landauf, landab. Nach dem Spaziergang zum Schwellenmätteli hatte die Beschaulichkeit ein schnelles Ende. Die Knallerei auf der Aaresohle wurde unerträglich und dicker beissender Qualm trieb uns auf den Heimweg, damit wir wieder freier atmen konnten.

Nun zieht sich Swissaid vom Anlass zurück: Das ist konsequent und verständlich. Mit dem Erlös wurden u.a. in Ecuador Wasserprojekte unterstützt. Gleichzeitig wird bei uns die Luft unnötig und unverantwortlich mit Giftstoffen, Staub usw. verdreckt: Das geht nicht auf!

Einige umliegende Gemeinden verzichten inzwischen aus finanziellen und den obigen Gründen auf Feuerwerke. Allen besseren Einsichten zum Trotz fährt Bern damit weiter. Das ist unverständlich.

Wir haben Kenntnis vom Schicksal der Familie der Frau, die beim Feuerwerk auf dem Gurten getötet wurde. Die Verantwortlichen von Bern City sind aufgerufen, sich ernsthaft Gedanken über das Feuerwerk am Nationalfeiertag zu machen.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 11. August 2005 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autors Herrn Viktor Schnyder, Jegenstorf, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Kranke Welt - Lärmen am 1. August

Das Problem Ozon sowie die <<Treibhausgase>> sind in den Sommertagen immer wieder <<Bund>>-Thema. Um so mehr stellt man entsetzt fest, wie von Jahr zu Jahr zunehmend am ersten August unsere Umwelt mit stinkenden Knallkörpern und Feuergarben verschmutzt und geschändet wird. Dass das tolle Treiben, unter dem Menschen und Tiere ausserordentlich leiden, überhaupt noch besteht, zeigt deutlich, wie krank unsere Gesellschaft ist.

Es ist für jeden denkenden Menschen unschwer zu erkennen, dass zwischen den christlichen Feuerwerksverpülverern, islamischen Bombenterroristen und dem Tierquäler, der in letzter Zeit in der Nordwestschweiz sein Unwesen treibt, pathologische Gemeinsamkeiten bestehen. Mit seiner technisierten Zivilisation belastet der Schweizer <<unvermeidlich>> seine Umwelt und auch die jener Völker, die bescheiden und arm leben und an der Schädigung der Erde unschuldig sind. Da sollte ihn doch eigentlich ein gewisses Schuldbewusstsein beschleichen und es sollte ihm daher nicht allzu schwer fallen, in Demut auf zusätzliches und unnötiges Schänden unserer guten Erde zu verzichten.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 11. August 2005 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autors Herrn Hans Stalder, Oberdiessbach, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Tote, Verletzte und Sachschaden am 1. August

Als Reaktion auf die Schäden vom 1. August kommt nur ein Verbot privater Feuerwerke in Frage. Würden alle das Geld, das sie für Raketen und Kracher ausgeben, in einen Topf legen, könnte man ein professionelles Feuerwerk veranstalten – zwar auch nicht umweltfreundlich, aber viel sicherer.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde in der Nr. 2/2005 im "Infobulletin" der Gemeindeverwaltung Leubringen abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des Infobulletins und des Autors Ulrich Hesse, Magglingen, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Zisch, päng, pong am 1. August

An diesem Tag müssen leider viele Leute und Tiere erschreckenden Lärm und quälende Luftverschmutzung hinnehmen. Einerseits sind Feuerwerke verständlich; sie erinnern uns an sieghaft bestandene Schlachten, von denen man uns in der Schule erzählte. Andererseits hatten diese Schlachten auch auf eidgenössischer Ebene viel Blutvergiessen und Tränen zur Folge. Man könnte ebenso gut an Trauerkerzen denken.

Feuerwerksqualm besteht grösstenteils aus lungengängigem und giftigem Feinstaub, der nicht nur für Kranke, sondern auch für Gesunde eine Gefahr bedeutet. In der Bundesverfassung, Art. 118, steht beispielsweise: "Der Bund trifft im Rahmen seiner Zuständigkeit Massnahmen zum Schutz der Gesundheit. Er erlässt Vorschriften über den Umgang mit Lebensmitteln sowie Heilmitteln, Betäubungsmitteln, Organismen, Chemikalien und Gegenständen, welche die Gesundheit gefährden können."

Feuerwerk verursacht jährlich Schäden in Millionenhöhe: Brände, Verbrennungen, Augenverletzungen, Gehörschäden, Atembeschwerden. (Und wir zahlen die Versicherungsprämien!)

Der Unterzeichnende hat deshalb beim Gemeinderat das Gesuch eingereicht, dass für den 1. August ein Rayon bestimmt werde, in dem kein Feuerwerk abgebrannt werden darf. Damit hätten Einwohner/-innen, die dem Lärm und Gestank ausweichen möchten, eine Gelegenheit, sich dort aufzuhalten. Natürlich könnte man Interessierten empfehlen, einfach in den Wald zu gehen (was nachts allerdings mit gewissen Gefahren verbunden ist). Im Wald ist Feuerwerk verboten.

Ob am diesjährigen 1. August ein  Alternativanlass durchgeführt werden kann, hängt von der Anzahl angemeldeter Personen ab.*

 

(*Das Gesuch wurde abgelehnt. Wir suchen privat. 18. Juni 2005)

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde in der Nr. 10/04 im "saemann" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des saemanns und der Autorin Frau Huguette Losa, Schlosswil, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Vermeidbar

betr. <<saemann>> 9/04 Dossier "Geräuschvoll"

 

In diesem Dossier wäre auch der Lärm zu erwähnen, der nicht sein müsste – zum Beispiel die Feuerwerkerei: Für den 1. August und Silvester vorgesehen, wird ihr von rücksichtslosen Fanatikern bald das ganze Jahr hindurch gefrönt. Nebst dröhnendem Lärm produziert dieses hirnlose Vergnügen jede Menge Gift, das nicht nur die Umwelt, sondern auch die Menschen verärgert. Wenig bekannt ist zudem, dass im Fernen Osten Abertausende von Kindern unter entsetzlichen Arbeitsbedingungen in zum Teil nicht zugelassenenen Feuerwerksfabriken tätig sind, wo sie wegen fehlender Sicherheitsmassnahmen oft verletzt werden oder ihr Leben lassen. Würden unsere Feuerwerksfanatiker Lärm und Qualm noch geniessen, wenn ihnen das bewusst wäre?

Der unvermeidbare Lärm ist schon störend genug, es ist deshalb eine Frechheit, muss man sich noch den vermeidbaren gefallen lassen. Leidtragende sind übrigens auch die Tiere.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 13. August 2004 im "Wynentaler-Blatt" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des Wynentaler-Blatts und des Autors N. A. Gaberthuel, Reinach, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Weshalb überhaupt Feuerwerke!
Die WB-Redaktion hat mit dem Beitrag vom 10. August 04 über das Feuerwerk den Nagel auf den Kopf getroffen.
Meine Meinung ist, dass man vor und nach dem 1. August kein Feuerwerk zünden sollte ausser an Silvester noch. Das ganze Jahr durch wird reklamiert wegen Umweltverschmutzung und man wird gebüsst, wenn man gegen die Regeln verstösst z.B. beim Abgastest. Aber an diesen beiden Tagen wird die während des ganzen Jahres "gesparte" Umweltverschmutzung in die Luft geblasen. Warum dürfen überhaupt solche Anlässe mit Feuerwerk gefeiert werden?

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 13. August 2004 im "Wynentaler-Blatt" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des Wynentaler-Blatts und der Autorin G. Hirt, Lenzburg, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Lästige Knallerei
Es wäre mir ein grosses Anliegen, wenn das Ausmass der Knallerei mit Feuerwerkskörpern am 1. August und auch bei anderen Gelegenheiten verringert werden könnte. Das Leiden der Tiere, die Luftverschmutzung und nicht zuletzt auch die Gefahren wären genügend Gründe dafür.
Ich hoffe, dass diesbezüglich endlich etwas erreicht werden kann, nicht zuletzt wären auch die Eltern froh, wenn sie nicht dem immer grösser werdenden Druck von Seiten der Kinder ausgesetzt würden, Raketen und all die Dinge für teures Geld zu kaufen.

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 13. August 2004 im "Wynentaler-Blatt" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des Wynentaler-Blatts und der Autoren A. und B. Romer, Beinwil am See, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Feuerwerk - ein Zeichen der Zeit
Sicher können wir in Sachen Nachtruhe, Luftverschmutzung, Menschenschutz, Tierschutz nicht auch noch an Einsicht, Verstand und Menschenwürde appellieren. Sicher könnte eine extrem hohe - Luxussteuer - gemäss Vorschlag im Wynentaler-Blatt die Feuerwerkerei und Knallerei etwas eindämmen. Aber nicht vergessen, Steuer legalisiert, legitimiert und berechtigt zu bezahlter, erlaubter Dummheit.
Auch der Allerletzte wird es wissen, dass nur der einzelne Mensch durch Selbstverantwortung und wahrhafte Ueberzeugung mit und nicht gegen die Umwelt leben könnte. Wir wissen alle, wie wir der Verwöhntheit zuliebe, dem Ego sei Dank, dem Mehr und Mehr treu bleiben, alles um uns benutzen und verbrauchen und dass wir dazu alle Konzerne anhalten, geradezu auffordern, für uns masslos zu produzieren.
Gesetze und Regelungen sollen dann aber doch die schlimmsten Schäden an der Umwelt, an den Tieren, an uns eindämmen. Was soll da ein Gschtürm wegen der frivolen Knallerei und der leuchtenden Raketenwunder da und dort und bald bei jedem Hafenkäs? Was sollen wir noch von leidenden Tieren sprechen, von Schadstoffbelastung, von Nachruhestörung, wo doch auf letzten Resten einer würdigen Selbstkritik und Verantwortung die knatternden Fahnen des Bestimmungsrechtes, der Toleranz, dem Recht auf Fun und Events eingepflockt werden.
Haben wir uns nicht schon bald gewöhnt an den mit Kondensstreifen übersäten Himmel und dazwischen die grunzenden Ballone allüberall, an die dröhnenden Einzelfahrer auf Rollern, an die Loopingkreisenden Einzelpiloten oder an die Biker auf stillen hohen Alpen, und da soll das bisschen Knallen und Heulen und Gestank zu bald jedem Feierchen keinen Platz haben? Und dann die Helikopter an jedem Festchen, die Cross- und Schumiliebhaber und und?
Ja, das hat doch alles Platz, muss konsumierbar sein, wo wäre sonst die Freiheit und des Menschen Glück?
Ich wünsche dennoch und überzeugt allen statt Raketenzauber und statt bengalischer Beleuchtung eine andere Erleuchtung. Ich wünsche allen statt Knall und Rauch mehr Würde und Achtung, wenn auch nur einen Hauch.
Und wenn eine Luxussteuer (z.B. 500 Franken pro Einsatz) die Knallerei und Raketenmanie reduzieren hilft, ja dann wünsche ich mir dies,  auch wenn es ein sehr schlechtes Zeichen unserer Zeit ist.

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 13. August 2004 im "Wynentaler-Blatt" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des Wynentaler-Blatts und der Autoren Therese und Armin Kölliker, Beinwil am See, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Der Frust der Knallerei
Aufgerüttelt durch den Artikel "Kein Feuerwerk in Wohnquartieren" in der Rubrik Stimmen und Standpunkte Ihrer letzten Ausgabe möchten wir auch einige Gedanken zur Art und Weise der 1.-August-Feierlichkeiten beitragen. Beim Lesen dieses Artikels waren wir uns sofort wieder des Frustes und der Ohnmacht der vergangenen 1.-August-Abende bewusst, welche uns eher an die Bombardierung von Bagdad denn an eine Feierlichkeit erinnerten. Es kann doch nicht sein, dass an Stelle von Dankbarkeit, Gemeinsamkeit und Freude in einem Land wie der Schweiz leben zu dürfen, die ganze Feierlichkeit in eine unsinnig übertriebene Knallerei ausartet.
Wir fragen uns, inwiefern die Unfähigkeit zu echter Freude und zu zwischenmenschlicher Kommunikation mit der Lautstärke der gezündeten Knallkörper in Zusammenhang stehen. Es ist sicherlich auch nicht im Gedanken der Brüderlichkeit und der Solidarität, welcher dem 1. August ebenfalls Inhalt sein sollte, durch eine hirnlose, in Lärm und Respektlosigkeit übertriebene Knallerei, ersetzt zu werden. Bringt uns diese Art des Feierns näher oder in irgendeine Kraft, aus welcher anstehende Probleme in unserer Gesellschaft gelöst werden könnten? Dies möchten wir doch stark bezweifeln und unsere Mitbürger zu wirklich feierlichen und verbindenden 1.-August-Feierlichkeiten ermutigen, welche in Respekt zum Nachbarn, zum Mitmenschen, zum Tier und zur Natur stattfinden sollten.


 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 31. Dezember 2003 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BZ und der Autorin Susanne von Dach, Liebefeld, auf unsere Homepage gestellt werden. (Die stark gekürzten Passagen wurden hier in Kursivschrift wieder ergänzt.)

 

Gefährliches Feuerwerk

Ausgabe vom 24. Dezember, 20 Fragen zu den Feiertagen

 

Feuerwerksqualm besteht grösstenteils aus lungengängigem und giftigem Feinstaub, welcher nicht nur für kranke, sondern auch für gesunde Personen eine Gefahr bedeutet.

Menschen mit Atemwegserkrankungen, Allergien, Chemikalienunverträglichkeit, Herz- und Kreislauferkrankte, kleine Kinder und alte Menschen: sie alle sind in vorderster Front durch Feuerwerk, resp. durch den dadurch in die Luft freigesetzten Chemikalienmix, betroffen. Doch auch unsere Tiere leiden sehr darunter. Während der Zeit der Feuerwerkerei wird eine medikamentöse Ruhigstellung sowie bestimmte Schutz- und Verhaltensstrategien und zunehmend auch eine "Lärmtherapie" für unsere Haustiere empfohlen: dabei wäre es einleuchtender, die Ursache des Leidens unserer Tiere zu beseitigen – oder wenigstens stark einzuschränken.

Feuerwerk ist schon lange kein regionales oder nationales Problem mehr. Weltweit setzen sich immer mehr Menschen gegen die in den letzten Jahren zunehmend ausufernde Feuerwerkerei zur Wehr: die Berliner Feuerwehr hat die "Silvester-Offensive" ins Leben gerufen; die Polizei von Merseyside/England hat die Kampagne "Be a Good Guy Responsible Retailer" gestartet; die Loss Prevention Association of India Ltd gelangte mit der Forderung an die Regierung, ein Verbot zum Verkauf von Feuerwerk an Kinder unter 15 Jahren auszusprechen; die American Academy of Pediatrics setzt sich zusammen mit der National Fire Protection Association für ein Verbot von privatem Feuerwerk ein und in der Schweiz gibt es seit kurzem die Petition "Kein Feuerwerk in Wohnquartieren" von www.stop-fireworks.org.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 17. November 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und der Autorin Frau Susanne von Dach, Liebefeld, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Giftiger Mix - Nächtliches Feuerwerk

Neulich wurde ich um 22.45 Uhr von lautem Geknalle aus tiefem Schlaf gerissen. Die «Feuerwerksaison», vor kurzem erst endlich beendet, hat schon wieder angefangen.
Die Nacht war für mich gelaufen: Asthmaanfall durch den giftigen Chemikalienmix des Feuerwerks und stundenlanges mühsames Ringen nach Luft. Zwischen dem 25. Mai und dem 11. Oktober 2003 haben mir liebe Feuerwerksfanatiker 22 solcher Nächte beschert. Liebes Buwal, bitte sag mir doch, wie ich als Asthmatikerin deine Empfehlung «Menschen mit Erkrankungen der Atemwege muss empfohlen werden, Feuerwerke zu meiden» so in die Tat umsetzen kann, dass ich nicht mehr unter der Feuerwerkerei meiner Mitmenschen gesundheitlichen Schaden nehme! Die Behörden lassen ihre Schwächsten schmählich im Stich und liefern einen Grossteil der Bevölkerung (10 Prozent der Kinder und rund 7 Prozent der Erwachsenen sind Asthmatiker, dazu kommen einige hundert MCS-Betroffene plus Allergiker, Betagte und kleine Kinder...) einigen wenigen Feuerwerksfanatikern aus.

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 2. September 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und der Autorin Frau Susanne von Dach, Liebefeld, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Aug um Auge

Umstrittenes Feuerwerk. Leserbriefe vom 21. August

 

Das Treiben mit Feuerwerk, vor allem an der Bundesfeier sowie an Silvester, liess schon lange die Vermutung aufkommen, es gehe hier nicht mit rechten Dingen zu. Obschon von Jahr zu Jahr Lärm und Gestank unerträglicher wurden, blieben behördliche Eingriffe aus! Aufschlussreich ist deshalb der Leserbrief vom «verein stopp feuerwerk», der die diesbezüglichen Winkelzüge in den bernischen Amtsstuben aufdeckt. So weiss man jetzt, wie das giftige, gesundheits- und umweltbelastende Feuerwerk zu seinem «Persilschein» kommt.

Der unsinnige Lärm und die Verpestung der Atemluft scheinen für Feuerwerkfanatiker und für die Behörden selbstverständlich zu sein. Kleinkinder, Kranke, alte Menschen und Tiere spüren die Emissionen aber klar als Misshandlung. Es mag sein, dass Feuerwerkfans den Qualm als Wohlgeruch und den Lärm als Musik empfinden. Aber was würden sie wohl für ein Riesengeschrei machen, wenn man ihnen sozusagen als «Gegenleistung» ihr Trinkwasser vergällen würde? Mindestens hätten sie dann die Gelegenheit, einmal am eigenen Leib zu verspüren, was Mitmenschen wegen giftgeschwängerter Atemluft durchmachen müssen: Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Atemnot, Kopfschmerzen, Herz- und Kreislaufbeschwerden sowie tagelange Bettlägrigkeit usw.!

Noch so gerne möchte ich meine Beschwerden ­ ich bin Asthmatikerin und MCS-Betroffene ­ einem Mitglied der Landesregierung eine Zeit lang «ausleihen» oder lieber für immer schenken. Wetten, dass das Verpesten der Atemluft, insbesondere mit Feuerwerksqualm, keinen staatlichen Schutz mehr geniessen würde.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 21. August 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autoren Herrn Pierre Wissler, Ostermundigen, Präsident <<verein stopp feuerwerk>> auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Gestank, Krach und Rechtsbeugung

Leserbrief vom 7. August, <<Bund>> 

 

Den «Schwarzen Peter» ausschliesslich den Herstellern und den Verkäufern in die Schuhe schieben zu wollen, bedarf einer Ergänzung. Der Wahrheit halber ist nämlich noch die Amtsstelle zu erwähnen, die für jeden im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper die Zulassung ausstellt. Die beim Bundesamt für Polizei untergebrachte Abteilung «Sprengstoff und Pyrotechnik» erteilt für alle Feuerwerkskörper die Verkaufsbewilligung, wenn diese gemäss Sprengstoffverordnung «bei bestimmungsgemässer Verwendung handhabungssicher sind und Leben und Gut nicht gefährden und weder gefährliche Splitter bilden noch selbstzündliche Pulver enthalten».

Demnach genügen angeblich alle im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper diesen Anforderungen! So kommt die Bevölkerung jährlich und zunehmend in den «Genuss» von «Horrorknallraketen» und eines «stinkend-ätzenden Smogs». Und dass sich die Feuerwerkerei nicht in Konflikte mit Giftgesetz und Umweltgesetzgebung verstrickt, wird Feuerwerk schon lange per Bundesgesetz vor einer Kontrolle durch diese Gesetze geschützt. So ist der stinkende Lärmspektakel am 1. August und an Silvester sowie bei vielen anderen Festen mit Feuerwerk ganz legal...! Kaum zu glauben, wie beugungsfähig sich Bundesgesetze in einem Rechtsstaat erweisen können...

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 21. August 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autoren Herrn Bruno Wederich, Burgdorf, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Der Nationalfeiertag und das Feuerwerk

Ohne Knall und Rauch gehts auch! Das bewiesen dieses Jahr viele Orte in der Schweiz, bei denen ein Verbot für Feuerwerk galt. Bisher mussten wir wegen der behördlich bewilligten Lärmbelästigung um den 1. August in den Schwarzwald flüchten. Dieses Jahr verbrachten wir die Tage im Goms. Dort haben die Behörden ein allgemeines Raketen-Verbot erlassen. Es war keine einzige Rakete festzustellen. Durch das Verbot war auch klar, dass im Schadenfall die Versicherungen nicht bezahlen müssen. So erlebte man eine besinnliche Feier, bei der sich die Kinder unter Aufsicht der örtlichen Feuerwehr am Lichterglanz der Vulkane freuen konnten und die Ansprachen nicht durch unsinnige Knallerei gestört wurden. Die Besucher waren begeistert von der besinnlichen Feier.

Die Nachbarn in unserem Wohnquartier erlebten den 1. August ganz anders. Bis nach Mitternacht gabs ohrenbetäubendes Knallen. Eine fehlgeleitete Rakete durchschlug bei einem Nachbarn die doppelte Dachkonstruktion. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt und das Haus geriet nicht in Brand. Jedes Jahr verursachen Feuerwerkskörper materiellen Schaden in Millionenhöhe, und viele Leute erleiden Verletzungen, oft mit dauernder Schädigung. 

Solange Behördenmitglieder bei Feuerwerken (z.B. auf der Aare in Bern) in vorderster Front applaudieren, müssen Mensch und Tier unter diesem sinnlosen, umweltbelastenden und giftigen Treiben, das auch vom Buwal abgesegnet wird, leiden. Nur Feuerwerk als Publikumsprodukt hat das Privileg, Gift-, Lärm- und Sprengstoffgesetz zu übertreten!

Es zeigte sich, dass sich mit den heutigen Raketen problemlos Telefonkabinen, Billett- und Bankautomaten zerstören lassen.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 7. August 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und der Autorin Verena Aeberhard-Wiedmer, Bern, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Der Nationalfeiertag

Obschon alt, bin ich doch weder verbittert noch humorlos. Fröhlichkeit wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Was jedoch an diesem 1. August wieder an ohrenbetäubendem Lärm – jedes Jahr an Lautstärke zunehmend – über die Bühne ging, übersteigt sogar meine Toleranzgrenze. Eine Anmassung, was einem da zugemutet wird.

So wurde die halbe Nacht lang ums Tiefenau – und Lindenhofspital herumgeknallt, ohne Rücksicht auf Patienten und auf die Mitmenschen allgemein – ältere Leute, Kleinkinder, Babys. Und – vor allem – kein einziger Gedanke an die Angst und Panik bei der Tierwelt in Wald, Feld, Ställen und Häusern – Hunde, die am ganzen Leib zittern und sich winselnd verstecken.

Dann liegt ein stinkend-ätzender grau-brauner Smog über der Engehalbinsel bis weit in die Stadt hinein. Dies in einer Zeit, wo man genau weiss, was man der Umwelt schuldet, unserer wunderschönen Natur! Es ist rätselhaft, dass es Menschen gibt, die in unverantwortlicher Weise solche Artikel herstellen, und Menschen, die sie um des lieben Geldes willen verkaufen.

Ich bin gegen Verbote allüberall, aber das sollte verboten werden! Es ging früher auch ohne solchen Spektakel, es gab unvergessliche 1.-August-Feiern ohne nachträglichen Schaden, ohne Hustenreiz und Augenbrennen. Hoffentlich wird das nun nicht auch noch am Neujahr stets so zu- und hergehen!

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 5. August 2003 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und des Autoren Herrn Peter Arn, Balm, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Wenns kracht und stinkt

Dieses Jahr war bewiesenermassen ein Ausnahmejahr. Wochen, ja Monate nicht genügend Regen, grosse Hitze und eine Luftverschmutzung wie noch nie. Dadurch sind die Ozonwerte die ganze Zeit enorm überschritten (Rekordhöhen). Auch die Feinstaubbelastung ist bei diesen Wetterlagen kaum auszuhalten. In ganz Europa fallen Wälder und Buschland den Flammen zum Opfer und verschmutzen weltweit die Luft. Unsere Regierenden, ob Bund, Kanton oder Gemeinden, finden es aber nicht nötig, endlich einmal ihre Macht, die sie sonst auf allen Gebieten durchsetzen, ein Verbot für jegliches privates Abbrennen von Feuerwerk zu erlassen. Sie hoffen immer auf das Verantwortungsbewusstsein des Schweizers. Auf der einen Seite werden jährlich 20 Millionen Franken mit Feuerwerk umgesetzt. Die Schäden, die entstehen, belaufen sich auch auf etliche Millionen. Aber diese Summe übernehmen ja die Versicherungen, also auch wieder das Volk. Auch Verletzte gibt es jedes Jahr etliche. Von den böswilligen Anschlägen etlicher Jugendlicher ganz zu schweigen. In der Schweiz gibt es viele Kranke, die am 1. August nur durch die Unvernunft der Mitmenschen für Tage schwer leiden. Von der Natur, der Luft und der Tierwelt reden wir schon gar nicht.

Ist es wirklich nicht möglich, dass man solche Feste besinnlicher und ohne Knallerei feiern kann?

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 28. Juli 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und der Autorin Theres Hunziker, Ostermundigen, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Vernunft

<<Keine Rakete vor dem 1. August>>, Bund vom 16. Juli

 

Wie hat mich Ihr Artikel gefreut! Ich atme richtig auf, dass gegen die erschreckende Knallerei endlich etwas unternommen wird.

Mich dünkt, gerade die Medien sollten sich dem Problem vermehrt annehmen und rechtzeitig Artikel publizieren (auch betreffend Neujahrsfeier), die die Leute nachdenklich stimmen und sie mit der Zeit von diesem übermässigen und sinnlosen Lärmen abhalten. (Dass es ein Ortspolizeireglement gibt und was darin steht, wissen nämlich leider die wenigsten Leute. Ich  habe in letzter Zeit verschiedene Gespräche darüber geführt, und das Erstaunen war gross...)

Ich habe jahrelang erlebt, wie unsere Pferde gelitten haben, mit den Hunden suchten wir abgelegene Orte auf, und jetzt flüchten wir mit zwei Katzen auf eine Alp, wo leider letztes Jahr auch geknallt wurde (zum grössten Schreck trächtiger Kühe...). Wir hatten den Eindruck, es werde immer schlimmer – nun aber diese positive Nachricht, dass sogar Behörden sich der Geplagten annehmen. Auch in Ostermundigen ist es in diesem Juli bisher recht ruhig. Hoffentlich ziehen viele – alle – nach.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 17. Juli 2003 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autoren Herrn Bruno Wederich, Burgdorf, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Knall und Rauch

Wieder Feuerwerk in Bern am 1. August, <<Bund>> vom 8. Juli

 

Ist dies der Beitrag der Stadt Bern zum Uno-Jahr des Wassers? Ich war der Meinung, man wolle auf den dringenden Schutz des Wassers aufmerksam machen und dass man zu sauberem Wasser Sorge tragen müsse. In der Stadt Bern weiss man nichts Gescheiteres, als mitten in der Aare auf einem Floss ein Feuerwerk zu zünden. Es ist erwiesen, dass dabei giftige Gase entstehen, die schliesslich in die Aare gelangen. Man erinnere sich an die riesige Rauchwolke, die letztes Jahr während längerer Zeit über dem Schwellenmätteli schwebte, bei den Leuten Hustenreiz und tränende Augen verursachte, bis sich die giftigen Partikel aus dieser Wolke endlich auf der Aare niederschlugen. Auch die Fische in der Aare werden für die Verschmutzung ihres Lebensraums dankbar sein. Es scheint, dass in der Stadt Bern für gewisse Leute Knall und Rauch wichtiger sind als sauberes Wasser.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 6. August 2002 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autoren Herrn Christian Santschi, Ostermundigen, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Feuerwerk in den Lungen

In der Natur gibt es farbenprächtige Beeren, die ausserordentlich giftig sind (Tollkirsche, Pfaffenhütchen usw.). Das ist bekanntlich auch bei den imposanten Raketen-, Zuckerstock- und Bouquetfarben aller Feuerwerke der Fall: sie sind bestaunenswert schön, aber ihr Rauch und die Rückstände sind sehr schädlich. Die Donnerschläge und Knallkörper bewirken zusätzliche Belastungen.

Langsam bleibt mir nur noch ein verständnisloses Kopfschütteln, wenn ich Zeitungs- und Fernsehbeiträge verfolge, die der Berner <<Knallfred>> mit dem Cityverband verbreitet. Ich denke, dass er dabei mehr das Geschäft im Auge hat, als dass er bedenkt, wie sich solches Tun mit dem Berufsethos eines Drogisten vereinbaren lässt. Es wäre nötig, dass wir an unserem Nationalfeiertag in stillerer und überlegterer Weise darüber sinnen, was unsere Aufgaben in der jetzigen Zeit wären und wie sinnvoll es ist, für 47'000 Franken Gift in die Luft zu jagen.

Neben Feuerwerk werden wohl in <<Knallfreds>> Drogerie auch Baldriantropfen für durchgedrehte Hunde und Sprays gegen Husten- und Asthmaanfälle zu kaufen sein. Zum Glück kenne ich Drogisten, die aus reifer Ueberlegung auf den Verkauf von Feuerwerk verzichten. Eigentlich müssten die Vertreiber für alle Unfälle und nachhaltigen Schäden gerade stehen (Produktehaftpflicht). Es geht jährlich um viele Millionen... Das Ueble an der ganzen Sinnlosigkeit ist, dass ein grosser Bevölkerungsanteil zu <<Passiv-Geniessern>> verurteilt ist (wie beim Rauchen).

Ich wünsche mir sehnlichst für den 1. August einen ruhigen Fleck im Land, um nicht – wie einige meiner Bekannten – ins grenznahe Ausland fliehen zu müssen.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 31. Juli 2002 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und der Autorin Frau Susanne von Dach, Liebefeld, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

1450 Tonnen

In der Schweiz werden pro Jahr etwa 1450 Tonnen Feuerwerkskörper abgebrannt. Davon entfallen etwa 1000 Tonnen auf Materialien wie Hüllen, Konstruktionsteile und Verpackungen und 360 Tonnen auf pyrotechnische Sätze (rund 240 Tonnen Schwarzpulver und 120 Tonnen Effektsätze). Die Sachschäden der durch Feuerwerk verursachten Brände in der Schweiz betragen im Jahr 0,6 Prozent der gesamten jährlichen Brandschadenssumme. Pro Jahr endet in Oesterreich die Silvesternacht für 200 Kinder in der Notaufnahme. Kinder halten die Kracher oft so lange in der Hand, bis der Knallkörper explodiert. Die daraus entstehenden Verletzungen reichen von einfachen Verbrennungen bis zu Brüchen der Finger. Neben Verbrennungen gehören temporäre Hörverluste zu den meisten durch Knaller hervorgerufenen Verletzungen.

Die Partikelanzahl von Feuerwerken, die während der ersten Stunden des neuen Millenniums über Stockholm herunterrieselte, lag, trotz der Tatsache, dass der Wind von den Feuerwerken nicht in Richtung Messstationen blies, 20fach über den Werten von Strassen mit hohem Verkehrsaufkommen.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 12. Juli 2002 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und des Autors Herrn Urs Schärz, Balm, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

1. August - Dicke Luft am schönen Fest

Leserbrief "Bundesfeier lieber ohne Knallerei", "BZ" vom 12. Juli 2002

 

Wie glücklich machte mich doch dieser Leserbrief und das Bewusstsein, dass sich doch immer mehr Schweizer so ihre Gedanken über diese sinnlose Knallerei samt Gestank am 1. August machen. Wir alle wissen inzwischen längst, wie es um unsere Luft bestellt ist. Von Jahr zu Jahr erkranken mehr Erwachsene und Kinder. Ich selber bin umweltbedingt schwer erkrankt. Wenn wir nicht schnellstens lernen, wenigstens auf jene schädlichen und luftbelastenden Aktionen zu verzichten, die wirklich nicht sein müssen und bei denen wir selber mitbestimmen können, werden die Aussichten für kommende Generationen immer katastrophaler. Kein Mensch kann ohne einigermassen saubere Luft überleben. Ueberschreitungen der Grenzwerte für Ozon sind bei uns in der Sommerzeit zur Norm geworden. Alle Allergiker, Asthmatiker, Herz- und Kreislaufpatienten leiden während der früher so schönen Sommerzeit. Und als Höhepunkt naht dann der 1. August, der uns noch mehr Atemprobleme beschert. Doppelte Ration Asthmaspray, am Besten in den eigenen vier Wänden ausharren, allenfalls undichte Fenster abdichten, die Telefonnummer des Notfallarztes griffbereit halten und versuchen, sich selber und die Haustiere zu beruhigen. Schon heute gibt es übrigens viele Personen, die so geschädigt sind, dass sie auch auf die sonst üblichen Hilfen der Chemie allergisch reagieren. Ich erinnere mich an letztes Jahr wo, durch eine spezielle Wetterlage verursacht, die Schwefeldämpfe und Staubpartikel noch zwei Tage lang über der Region hin- und herschwappten. Muss das wirklich sein?

Alternative aus meiner Jugendzeit: ein schöner Fackelumzug mit blumengeschmückten Kindern, schöne Musik bei Kuchen und Getränken auf dem Dorfplatz. Und wenn jemand ohne die Knallerei nicht auskommt: auf irgendeinem TV-Sender läuft sicher ein Krimi oder ein Horrorfilm, wo die Menschen in nicht mehr allzu ferner Zeit mit Sauerstoffmasken durchs Leben schreiten, weil die Luft nicht mehr zum Atmen ist.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 2. Juli 2002 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autors Herrn Bruno Wederich, Burgdorf, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Unlogisch

Telefonzelle zerstört, "Bund" vom 2. Juli 2002

Die Zerstörung der Telefonzelle an der Lorrainestrasse 8 erfolgte durch einen Feuerwerkskörper. Anlässlich einer Vorführung bei der Offiziersgesellschaft Interlaken-Oberhasli wurde mit dem Roboter "Theodor" gezeigt, wie dieser die Bomben unschädlich macht. Im letzten Absatz des Berichts über diese Vorführung steht Folgendes zu lesen: "Anstelle von konventionellem Sprengstoff würden immer mehr pyrotechnische Artikel verwendet, so Knecht, Leiter des Dezernates für Brände und Explosionen (BEX) der Kantonspolizei. Mit den anlässlich bei Versuchen aufgenommenen Videoaufnahmen belegte er, welch grosse Schäden verschiedene Feuerwerkskörper anrichten können." Mit andern Worten ist es also der Kantonspolizei und sicher auch den Behörden hinlänglich bekannt, dass Feuerwerkskörper zu kriminellen Taten eingesetzt werden können.

In der Drogerie muss ich für das Entkalkungsmittel "Durgol Forte" im Besitze eines Giftscheines sein, aber eine Rakete, mit der die Sprengung einer Telefonzelle möglich ist, kann jedes Kind legal kaufen. Wo bleibt da die Logik unserer Gesetzgeber?

Ich frage mich, warum in der so gut organisierten Schweiz keine Behörde etwas gegen den freien Verkauf dieser brisanten Feuerwerkskörper unternimmt. Am 1. August sowie Tage vorher und nachher geht diese unsinnige Knallerei wieder los. Die Lautstärke der Detonation dieser Knallkörper wird immer grösser und die Luft immer stärker mit giftigen Stoffen belastet. Und dies obwohl wir ein Giftgesetz, ein Lärmschutzgesetz, eine Luftreinhalteverordnung usw. haben. Asthmatiker und Leute mit Lungenproblemen haben mit den giftigen Gasen der Feuerwerkskörper besonders Probleme.

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 30. August 2001 im "BUND" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion des BUNDES und des Autors Herrn Bruno Wederich, Burgdorf, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Undeklarierte Knallkörper

Das 1.-August-Feuer kann am falschen Holzscheit scheitern, "Bund" vom 30. August 2001

Als Chemiker finde ich es lächerlich, wenn die Polizei die 1.-August-Feuer kontrolliert. Es würde mich interessieren, nach welcher analytischen Methode sie arbeitet, um festzustellen, ob ein Stück Holz beim Verbrennen Schadstoffe an die Luft abgibt oder nicht. Oder wird einfach angenommen, alle Bretter seien mit giftigen Mitteln imprägniert?

Gleichzeitig wird aber von der Behörde nichts gegen die sinnlose Knallerei unternommen, obwohl es erwiesen ist, dass die Feuerwerkskörper tonnenweise die Luft mit Schadstoffen und Staubpartikeln belasten. Neben Schwermetallen, welche für die Farben eingesetzt werden, sind noch Giftstoffe und chlorierte Salze und PVC, welche beim Verbrennen Dioxine bilden, in den Raketen enthalten.

Wohlweislich ist auf den Raketen kein Hinweis auf die Inhaltsstoffe zu finden. Ich frage nicht, warum ausgerechnet bei diesen Produkten keine Deklarationspflicht besteht, während auf jedem harmlosen Putzmittel stehen muss, ob es Zitronensäure, Aminosulfonsäure etc. enthält.

Früher gab es diese Knallerei nur am ersten August. Heute muss aber an Silvester, bei der Eröffnung des Konzerthauses in Luzern, an der Hochzeit von DJ Bobo, am Jubiläum in Basel... und natürlich bei jedem Seenachtsfest ein Feuerwerk gezündet werden.

 

 

 

 

 

 

Der folgende Leserbrief wurde am 31. Juli 1980 in der "BZ" abgedruckt und darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion der BERNER ZEITUNG und des Autors Herrn E. B., Ostermundigen, auf unsere Homepage gestellt werden.

 

Hochgiftige Chemikalien

Der in der BZ vom 30. Juli 1980 erschienene Artikel mit dem Titel "Mehl und Maizena bringen den Himmel zum Glühen" enthält die von Pyrotechniker Rudolf Hamberger gemachte Behauptung, Feuerwerk bestehe zu einem Grossteil aus gewöhnlichem Zucker, Mehl und Maizena. Dem uneingeweihten Leser wird damit erklärt, dass Feuerwerk eine ganz harmlose Sache sei. Dieser zugegebenermassen faszinierende Feuerzauber, abgesehen von den alljährlich leider immer wieder vorkommenden Personenschäden und Brandfällen, besteht jedoch in Wirklichkeit zum grossen Teil aus hochgiftigen Chemikalien und nur zum weitaus kleineren Teil aus ungefährlichem Mehl, Zucker und Maizena usw.! Zum Beispiel enthält eine rotbrennende Bengalflamme, seien es Zundhölzer in Kinderhänden oder Leuchtkugeln in Raketen usw., als flammenfärbende Beimischung ein Satz des Elementes Strontium, welches der Giftklasse 3 angehört. Für grünbrennende Flammen wird eine noch weit giftigere Chemikalie benötigt, nämlich ein Salz des Elementes Barium, welches sogar in die Giftklasse 2 (zweithöchste Giftklasse!) eingeteilt ist. Diese Aufzählung giftiger Stoffe zur Feuerwerkherstellung liesse sich noch weiterführen, wobei auf die beim Abbrennen entstehenden Gase und Rückstände als Umweltverschmutzung erst noch hingewiesen sei. Die in dem erwähnten Artikel wiederum bewusste Verharmlosung der tatsächlichen Giftigkeit von Feuerwerk, angeführt mit dem Hinweis auf Mehl, Zucker und Maizena, ist eine krasse Irreführung des Publikums. Bei einem jährlichen Feuerwerkverbrauch von über 300 Tonnen (Seenachtfeste eingerechnet) darf die damit freigesetzte Giftmenge nicht mehr bagatellisiert werden. Es ist einfach unverständlich, dass sämtliche im Handel erhältliche chemische Produkte, - von Malfarbe bis Putzmittel - alle einen amtlichen Giftklasse-Hinweis aufweisen müssen, der bei Feuerwerk fehlt! Es geht mir mit meinen Zeilen nicht darum, vielen kleinen und grossen "Feuerwerkern" die Freude an ihrem Tun zu verderben. Wäre es aber doch nicht vernünftiger, den 1. August, das heisst den Geburtstag unseres einmalig schönen Vaterlandes in einer weniger giftigen und kostspieligen (ca. 20 Mio. Franken pro Jahr), dafür aber würdigeren Form zu begehen?

 

 

 

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